Kurios und ärgerlich
Wie die Überschrift sagt - manchmal wissen wir nicht genau, ob wir uns ärgern oder nur noch lachen soll. Wahrscheinlich beides ...
Sehr geehrte Herren,
wie können Sie mir das antun? Bisher konnte ich verhindern, dass
mein Schatzi Ihren Sender abonniert hat, und nun das. Er ist wirklich
Feuer und Flamme für Ihr Angebot zur neuen Saison! Wissen Sie, ich
selbst habe ja gar kein Interesse an Fußball, ist ja schließlich auch
ein Männersport. Ich verstehe auch die Regeln gar nicht. Dieses
Abseits zum Beispiel, mein Schatzi hat schon so oft versucht, mir das
zu erklären, aber ich kapiere das einfach nicht. Sowas können wohl nur
Männer verstehen. Im Moment ist ja noch WM, da gucke ich ja auch
manchmal mit wenn Deutschland spielt. Obwohl es echt doof ist, dass
der Michael Ballack nicht mitspielen kann. Der ist so süß!
Bisher sind mein Freund und ich am Wochenende sehr oft in die City
zum Shoppen gegangen. Genau wie die Frauen in Ihrem Werbespot! Das ist
immer so schön! Er trägt meine Tüten und Taschen, ich könnte das
allein ja gar nicht, bei den vielen Schuhen und Kleidern, die ich
immer kaufe! Und danach gehen wir ganz oft noch in ein Café. So ein
Prosecco zum Abschluss einer langen Einkaufstour, puuh, das tut so
gut! Beim Fußball trinken ja alle immer nur Bier, das mag ich nicht.
Das prickelt auch gar nicht so schön! Mein Schatz macht das alles mit,
schließlich will er, dass ich hübsch aussehe wenn wir abends ausgehen.
Wir machen immer so tolle Sachen, er lädt mich oft ein oder wir gehen
zu Mario Barth! Der erzählt auch immer so witzige Sachen über Frauen.
Und auch über Fußball. Und mein Freund sagt dann, dass er Recht hat.
Und er muss es ja wissen, er ist ja schließlich ein Mann.
Ich finde es wirklich ganz gemein, dass Sie jetzt so ein Angebot
haben. Was soll ich denn bloß am Wochenende machen? Mein Freund sagt,
Sie haben aber auch ganz tolle Sachen für uns Frauen, stimmt das denn?
Er sagt, es kommt dann auch Sex and the City. Also, wenn Sie mir das
versprechen, dann bin ich vielleicht doch dafür. Dann kann ich auch
mal meinen Schatz ärgern wenn wir den Film gucken. Das findet der
nämlich ganz blöde, das versteht er nämlich nicht. Aber so ist das,
Männer und Frauen sind halt total unterschiedlich, die einen wollen
immer nur Fußball und wir Frauen, wir wollen lieber Filme, am liebsten
so ganz romantische!
Küsschen!
Sehr geehrte Macher_innen von sky,
mehr Klischees haben Sie in 30 Sekunden wohl nicht untergekriegt.
19,90€ sind günstig? Der Spot ist einfach billig.
Katharina Klein
worum geht es? Um den aktuellen Klischee-Werbespot von sky.
"Ladies Day" statt Frauentag - "Ich will wenn dann ein Gratis-Bier"
Beim FC Carl Zeiss Jena gibt's am 6. März zum Heimspiel gegen Holstein Kiel Rotkäppchen-Sekt gratis. Warum? Als Dankeschön u.a. für
"... für die schöne Ablenkung, wenn’s auf dem Platz mal wieder hässlich wurde.
... für euer Verständnis, wenn es mit dem Siegen nicht ganz geklappt hat."
Ach ja, nur für Frauen selbstverständlich, is klar. Dazu fällt uns außer dem Bier-Zitat aus der Überschrift noch dieser Satz von den SenoritHAs aus Jena ein: "Wir wollen verdammt noch mal keinen
Preisnachlass oder irgendwelche Sonderaktionen."
Spielanalyse: "Wie Mädchen"
Männerfußball, 3. Liga: Wacker Burghausen verliert gegen Heidenheim 1:6. Bitter, peinlich, schlimm. Was fällt Burghausens Trainer Jürgen Press dazu ein? "Eine Mädchenmannschaft" hätte er auf dem
Platz gesehen, aber nicht Burghausen. So gesagt in der Sportschau am Samstag, verbreitet über dpa und weil's so schön ist, heute auch beim Kicker in der Überschrift. Und niemand wundert sich, beschwert sich oder
fragt mal nach: Was das eigentlich heißen soll, dass "wie Mädchen" spielen ganz einfach ein Synonym ist für schlecht, für verlieren, für nicht alles geben oder eine peinliche Vorstellung
abliefern. Und was fußballspielende Mädchen sich wohl dabei denken, die vor dem Fernseher sitzen und Sportschau gucken.
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Grobmotorisch, langsam und immer kurz vorm Weinkrampf ...
ja, so sind wir. Schön, dass das auch regelmäßig in der Zeitung steht. Zum Beispiel in der Welt, die einen Schiedsrichter porträtiert, der Fußballspiele von Frauen pfeift. Aber immerhin hat er dann was zu gucken. Die Artikelreihe heißt übrigens "Spiel ohne Grenzen oder Fußball paradox" ... gleich weinen wir wieder.
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Lieber FC St. Pauli – oder in diesem Fall besser: Lieber Kult Klub vom Kiez,
echt kultig, das neue Getränk. Kalte Muschi - ein großartiges Wortspiel für Calimocho, das super zum Kiez-Image passt! Genauso gut würde auch „heißer Schwanz im knackigen Brötchen“ für die Stadionwurst passen und für den St. Pauli Ketchup findet man sicher auch noch einen besseren Titel. Das wäre Euch zu blöd? Ach so. Was sagt ihr? Muschi steht für Katze? Und wir hatten völlig übertrieben schon wieder dumme Sprüche à la „darf ich einen Schluck von deiner Kalten Muschi?“ befürchtet.
... Ein paar Tage später freuten wir uns über das Umdenken des FC St. Pauli. Schade nur, dass Euch Konsequenz zu teuer zu sein scheint. Das Getränk darf sich weiterhin "Offizielles Kaltgetränk des FC St. Pauli" nennen und den Totenkopf tragen. Fragt doch demnächst vorher Leute aus der aktiven Fanszene, dann passieren so blöde Sachen auch nicht.
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Macht Fußballspielen schön?
Oder spielen nur hübsche Frauen Fußball? Und was hat das mit der WM zu tun? Allerhand Fragen mussten wir uns stellen, als wir den Slogan der WM 2011 aufnahmen:
„20ELF VON SEINER SCHÖNSTEN SEITE!“
Na schönen Dank. Hofften wir noch kurz, das Motto solle bloß auf die „schönste Nebensache der Welt“ und das „schöne Spiel“ der Fußballerinnen anspielen, so belehrte uns die Pressemitteilung eines besseren: Der Slogan verweise „auf die Leichtigkeit und Leidenschaft (…), mit dem hübsche Frauen und Mädchen in aller Welt in immer größer werdender Zahl dem runden Leder hinterher jagen“, heißt es auf FIFA.com.
Wo soll man da anfangen? Die Bezeichnung Frau kann man ruhig auch ohne das Attribut „hübsch“ verwenden, Frauen sind nicht immer für die Emotionen zuständig, und und und. Mehr im "Blog für Frauenfußballkultur" Spielfeldschnitte.
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Angesichts all der rosa Schals hatten wir schon mal gefordert, bei Vereinen mit "Mädchenfarben" wie lila- oder rot-weiß auch himmelblaue Varianten für Männer anzufertigen. Dass ausgerechnet die Rostocker jetzt loslegen, überrascht uns dann doch – deren dunkelblau ist doch was für echte Kerle. Beim genaueren Hinsehen stellten wir dann auch fest, dass das himmelblau-weiße Exemplar ein Damenschal ist. Langsam gerät die Welt aber wirklich durcheinander.
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Kritik und Gegenkritik oder: was ist das eigentlich, Sexismus?
In Düsseldorf sollte ein neuer Drittliga-Zuschauerrekord aufgestellt werden, um die
Mannschaft beim Aufstieg zu unterstützen. Die Aktion 25000+ betrieb dafür einen beachtenswerten und respektablen Aufwand, der ein tolles Echo bei den Zuschauern und in der Presse fand und schließlich
auch erfolgreich war. Sie hat aber einen faden Beigeschmack, denn einer der sieben Werbeflyer zeigt den Körper einer Frau in Unterwäsche, der auf das vermeintlich Wesentliche beschränkt ist: Die
Brüste ragen weit in den Vordergrund, Kopf und Beine sind abgeschnitten. Darunter der Spruch:
„Elf Freunde zählen mehr als zwei. …“
„Wir haben 2009 und mich nervt das“, dachten da ein paar Leute aus der aktiven Düsseldorfer Fanszene und kritisierten diesen plumpen Sexismus und das Motiv, das eher dazu angetan ist, Frauen zu
verprellen, statt sie als selbstverständlichen Teil der Fanszene anzusprechen und zum Stadionbesuch zu ermuntern.
Darauf folgte allerdings keine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik, sondern massive Angriffe: KritikerInnen wurden als Lesben, Prostituierte, als prüde und dumm bezeichnet, ihnen wurde
sogar mit Gewalt und Vergewaltigung gedroht. Trotz der inhaltlichen Kritik und auch angesichts der heftigen Reaktionen darauf wurde der Flyer gedruckt, in der Region Düsseldorf verteilt und weiter
zum Download angeboten.
Aus der eigenen Fanszene kritisierte der Supporters Club Düsseldorf den Flyer,
auch FARE, QFF und Stadionwelt griffen das Thema auf.
F_in veröffentlichte gemeinsam mit BAFF eine Presseerklärung zu dem Motiv und den
heftigen Reaktionen auf die Kritik: Sind mit den 25.000 etwa nur Männer gemeint?, fragten wir uns z.B.
Der Kern der Kritik kam offensichtlich nicht an, wie Reaktionen à la „Was
wollen die eigentlich noch? Es reicht, dass es diesen Drecks rosa Schal gibt!“ oder Hinweise darauf, dass wir unrasierten BAFF-Amazonen uns doch lieber um Beschneidung in Afrika oder Frauen im Irak
kümmern sollten, zeigen.
Vielleicht hilft das ausführliche
Statement der Ultras Düsseldorf, um zu verstehen,
dass es bei der Kritik von Sexismus im Stadion nicht primär darum geht, wie viel Haut wir auf Werbeflächen sehen wollen, sondern beispielsweise auch um die Reaktionen der Einzelnen darauf, wenn mal
eine Frau im Rock im Stadion steht – oder öffentlich Kritik übt. Solange es noch nicht möglich ist, Fanzines zu verkaufen, ohne sich Sprüche wie „Bist du da nackt drin?“ respektive „Steht da deine
Handynummer drin?“ anhören zu müssen, bleibt noch viel zu tun.
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klobige Schuhe
Angst vor Frauen in klobigen Schuhen,
die rauchen, laut reden und - Himmel, hilf - auch noch Fußball spielen, treibt Jan-Hendrik Dany vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag um. Für eine kleine Zeitreise geschätze 100 Jahre zurück, klicke man und frau bitte hier.
Als Antwort fragt Tomma Schröder: „Sind boxende oder Fußball spielende Frauen unweiblich? Verschwindet mit ihnen die Weiblichkeit?“. Zum Artikel „Neue Runde im Geschlechterkampf“
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"Prävention? Kumpanei? Wahnsinn?" fragt die Schweizer Wochenzeitung angesichts der Tatsache, dass der jetzige Präsident der Sicherheitskommission der Swiss Football League früher Stripperinnen-Party für rechte Hools organisierte - als pädagogische Maßnahme. Die Geschichte dazu hier.
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Kurios (wenn nicht ärgerlich) finden wir die Seite www.herthafreundin.de – siehe dazu unsere Pressemitteilung „Frauen wollen Fußball, keine Beautytipps - Hertha BSC greift in die Mottenkiste“.
Und auch Fortuna Düsseldorf meint, mit der Seite Fortuna Geflüster neue (weibliche?) Kundenkreise erschließen zu können. Über dumme sexistische Klischees à la Best Body Wahlen (da geht es um Spielerkörper), Kochrezepte etc. kommt die Seite aber nur in der Rubrik "der 12. Mann" hinaus (Warum eigentlich der 12. Mann? ach lassen wir das...). Dort geht es in Wort und Bild einfach um Menschen, die ins Stadion gehen.
Hier die angemessen bissige Stellungnahme des Supporters Club Düsseldorf dazu: "Schluffmarie: Kochen, Einkaufen, Maul halten!".
Ein Nachtrag dazu: Entgegen der urspünglichen Darstellung wendet sich die monatlich aktualisierte Seite inzwischen keineswegs nur an Frauen und wird so deutlich erträglicher. Dass Frauen beim Fußball nicht als etwas Besonderes behandelt, sondern einfach als Fans vorgestellt werden, wäre fast schon einen Eintrag in unserer Rubrik Wie schön, es geht doch! wert.
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50 Jahre Frauen und Fußball - eine Zeitreise mit der Abendzeitung
Kürzlich ist der "Frauen-Fußball-Treff", ein Angebot der Nürnberger Volkshochschule, mit dem Weltbild eines Abendzeitung-Redakteurs kollidiert.
Lapidarer Kommentar einer Teilnehmerin des Treffs, die schon 1957 in Nürnberg Fußball spielte: "Das gleiche Zeug haben die schon von 50 Jahren geschrieben."
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Eintritt und dumme Sprüche gratis
Auf die Idee, Frauen umsonst ins Stadion zu lassen, kommen ja manche Vereine angesichts halbleerer Ränge. Der Stadionsprecher des 1. FC Saarbrücken hieß die Zuschauerinnen am 25. August dann aber gleich auch noch mit blöden Bemerkungen willkommen: "Liebe Frauen, das Grüne da unten ist der Rasen. Das Weiße sind die Tore. Das Rote, das ist der Gegner Sportfreunde Siegen. Jubeln dürft Ihr erst, wenn unsere Jungs ein Tor gemacht haben und die anderen netten Jungs auf den Rängen die Hände hoch reißen." Kritik dazu gabs in der Westfälischen Rundschau, von den Saar-Grünen, der 3. Welt Saar. Kommentare von F_in und Fare lassen sich hier nachlesen.
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Als Frau allein im Stadion!?
Nö, das geht nicht, egal, was frau sonst im Leben so macht. "Es steht mir ja nicht zu die Bundeskanzlerin zu kritisieren, aber sie könnte ja ruhig mal ihren
Mann mitbringen ...", moserte Steffen Simon (den wir spätestens seit seinem Spruch zu Totti und dessen Mädchenfrisur eh für einen Idioten halten). Der Mann hat natürlich Recht: Diese Kritik steht ihm
überhaupt nicht zu.
Jenseits aller politischen Überzeugungen versichern wir die Kanzlerin unserer Solidarität, wenn es darum geht, als Frau ohne Mann ins Stadion zu gehen. Bringen Sie am besten nächstes Mal eine
Freundin mit, Frau Merkel, dann kommt der Simon ganz durcheinander.
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Prof. Gebauer erklärt uns die Welt …
… das ist der, der vor zwei Jahren zur EM erläutert hat, Frauen würden deswegen eher Länderspiele als BuLi gucken, weil sie vor allem daran interessiert sind, wie die Männer ihrer Horde (und ich zitiere hier) die Männer der anderen Horde (die eigentlich hübscher sind) davon abhalten, in ihr Tor einzudringen (!). aaaaaahhh. Wie dieser Artikel in der FAZ zeigt, hat er wenigsten ein kleines bisschen dazugelernt oder die FAZ veröffentlicht einfach auch nicht jeden Unsinn, ich glaube letzteres, denn in einem anderen Interview hat er vor kurzem noch genau den gleichen Quatsch gesagt wie damals. Und von anderen Zusammenhängen, beispielsweise sozialer, politischer oder historischer Art, ist hier auch nicht die Rede, sondern eher die Theweleit-Nummer, die es schon in den 50er-Jahren gab: Treten ist männlich etc.:
http://www.faz.net/s/Rub47986C2FBFBD461B8A2C1EC681AD639D/Doc~
E2DBC9F7AFFEB46F9A8F179591A021DF8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
habe diesen artikel im büro verlesen und kollektives kopfschütteln und ein heidengelächter geerntet.
ich spiel ja auch kein fußball mehr, weil ich mir damit immer die nylonstrümpfe zerreisse und das wird mir am ende dann doch zu teuer. und dieses gerrechne mit den tabellen ging mir auch schon immer auf den geist. endlich versteht mich mal einer. danke!
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Die WM naht – der Sexismus blüht
"Die Uhr tickt-nur noch 60 Tage bis zur WM! Deutschland, wo ist deine Fußballbegeisterung? Umfragen der Rentmeister KG bestätigen: Das Fieber ist noch immer nicht entfacht. Grund: Der Spielplan weist eine Lücke auf- uns fehlen die Cheerleader! Für alle, die endlich in Fußballstimmung kommen wollen und die gerne Mädels in den Stadien sehen würden, wird jetzt die Fussballfackel entzündet. Aus allen teilnehmenden Ländern der Fussball-WM wurden nur die besten Fanmädels gekastet, um für den Titel Miss Superball 2006 anzutreten! Superfrauen, die mit vollem Körpereinsatz für Ihr Land und Ihre Fussballer kämpfen.
Seien Sie dabei, entzünden Sie das deutsche Fussballfieber, entscheiden Sie mit, wer wird Miss Superball 2006!
Die komplette Kollektion "Miss Superball 2006" besteht aus fünf DVDs. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, unsere aktuelle DVD-Kollektion kennenzulernen! Über kurze Rücksprache würden wir uns freuen.
Des Weiteren finden Sie unter www.superbabez.de zusätzliche Informationen zu "Miss Superball 2006"."
"Campino, 43, Sänger der Toten Hosen, vermisst bei Frauen die Begeisterung für den Fußball. Eine Frau würde nie verstehen, 'warum sich ein Mann fünf Stunden vor einem Fußballspiel mit tausend anderen singend vor dem Station herumtreibt', sagte er dem Playboy. Je älter er werde, desto klarer werde ihm, dass die Unterschiede zwischen Männer und Frauen doch sehr groß seien." (Notiz in der Süddeutschen Zeitung vom 10.11.2005)
- Ob's in Liverpool so zugeht, weiß ich nicht, aber bei Fortuna stehen samstags um neun selten mehr als fünf Männer singend vorm Stadion.
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"Ladies Night" in Bern - ein abschreckendes Beispiel aus der Schweiz:
Mit der absolut doofen Kampagne - versuchen die Berner
mehr Frauen ins Stadion zu "locken" (fragt sich warum eigentlich :-) ).
- Zum Glück wird beim Ladies-Night-Menü auch auf die Kalorien geachtet und wahrscheinlich wird auch extra kalorienarmes Bier angeboten...
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Sehr geehrter Herr Johansson,
ihren Vorschlag, die stärkere Betonung weiblicher Reize zu Marketingzwecken für den Frauenfußball zu benutzen, können wir natürlich nur unterstützen. Schließlich haben sich auch die männlichen
Kollegen im Fußball ihre horrenden Gehälter und die beachtlichen Einschaltquoten vor allem durch das Zurschaustellen körperlicher Vorzüge verdient. Das wissen ja alle, die sich mit Fußball auch nur
ein bisschen auskennen. Nur so lässt sich Ihre Forderung „Die Frauen müssen akzeptieren, dass sie das Geld, das sie verdienen wollen, nur bei ausreichendem Zuschauer- und Sponsorenzuspruch kassieren
können“, jedenfalls schlüssig nachvollziehen.
Vielleicht haben Sie sich aber über diese Variante noch gar nicht so recht Gedanken gemacht. Schließlich muss der sich neu erschließenden Zielgruppe „Frau“ im Männerfußball endlich einmal Rechnung
getragen werden. Um aberwitzige Summen für Fernsehrechte und den Sicherheitswahn zu finanzieren, könnten ja zukünftig auch die Fußball-Herren in knappen Hosen und eventuell gar oberkörperfrei ihrem
Sport nachgehen. Per Köperbemalung könnte die „Trikot“-Werbung auf diese Weise sogar wöchentlich gewechselt werden.
Was das alles noch mit Fußball zu tun hat? Nichts. Genau wie Ihre ebenso einfältige wie abgegriffene Marketing-Strategie „Sex sells“. Innovativer und für alle von größerem Nutzen wären stattdessen
Funktionäre, die akzeptieren, dass sie den Sport, den sie vertreten wollen, nur bei ausreichendem Abbau von verkrusteten Denkstrukturen ausüben sollten.
Das jedenfalls wünscht sich F_in – ein Netzwerk von Frauen, die sich in verschiedensten Bereichen für den Fußball engagieren.
Für F_in: Steffie Wetzel
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Chips raus aus dem Einkaufswagen
Zu einer dämlichen
Funny-Frisch-Werbeaktion mit Cheerleader-Wackelpuppen:
http://www.taz.de/pt/2005/05/17/a0047.nf/text
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Von wegen, der FC Bayern hält seine weiblichen Fans nur für blöde Tussis, die nicht mal drei Telefonnummern voneinander unterscheiden können. Frauen taugen schließlich allemal, um das Image aufpolieren: Die monatlichen Wahlen zur „Miss FC Bayern“ sollen beweisen, dass Fußballfans nicht immer nur männlich-bierbäuchig-blöd sind. Deswegen ruft der Verein junge Frauen über 16 Jahren auf, sich mit Porträt- und Ganzkörperfoto zu bewerben, um dann eventuell Miss FC Bayern der Saison, Miss Bayern überhaupt, Miss Deutschland und dann Verona Feldbusch zu werden. Das sind doch Perspektiven. Näheres hier.
Einen Haken hat die Sache allerdings: Frau muss nämlich nicht nur „durch ihr Äußeres überzeugen“, sondern auch noch ein echter FC-Bayern-Fan sein. Und das ist, wie wir wissen, alles andere als
selbstverständlich – so können die Miss-Wahlen auch schon auf ihren ersten handfesten Skandal zurückblicken. Die gekürte „Miss August“ Tina segelte nämlich unter falscher Flagge. Wie empörte
UserInnen des fcbayern.de-Forums dem Stadionsprecher und Wahlleiter Stephan Lehmann mitteilten, hat Tina sich im Forum mehrfach als Fan des VfB Stuttgart zu erkennen gegeben. Das geht natürlich
nicht: Schärpe weg, Titel weg. Einzelheiten dieser Posse finden sich in der Erklärung von Stephan Lehmann (der sich, wie ich glaube, gemeinsam mit Gerd Delling Wortspiele ausdenkt). Hier
lang
Auch etwas Ärgerliches gefunden? Das interessiert uns: info@f-in.org
Dass wir ironische Darstellungen nicht immer kennzeichnen ist klar, oder?
